„Glücklich sind wir, wenn wir haben, was wir brauchen“ soll ein griechischer Philosoph einmal gesagglücklich sind die menschen, die haben, was gut für sie istt haben. Und so gesehen haben wir hätten wir ja gute Gründe dazu. In diesem Teil der Welt ist für unsere Grundbedürfnisse recht gut  gesorgt und wir könnten dankbar dafür sein. Wir haben ein Dach über dem Kopf, täglich etwas Leckeres zu essen auf dem Tisch, sauberes Wasser und medizinische Versorgung.

Aber mal ehrlich: Sind wir in dieser Atmosphäre der wohligen Zufriedenheit auch dauerhaft glücklich? Brauchen wir nicht auch die Herausforderungen, um die eigenen Potentiale zu entwickeln?

„Wer rastet, der rostet“ sagt ein altes Sprichwort. Tatsächlich werden unsere Muskeln verkümmern und schrumpfen, wenn wir uns nicht ausreichend bewegen. Und nicht nur das. Der gesamte Organismus wird anfälliger und wir werden leichter krank, wenn wir unseren Körper zu wenig fordern.

Unser Verstand funktioniert auch nach diesem Prinzip, denn wie unser Bewegungsapparat braucht unser Gehirn die Aktivität, um überhaupt leistungsfähig zu bleiben.

Von der Geburt an bis ins Erwachsenenalter entwickeln wir unsere Fähigkeiten und Sinne immer weiter, bis wir dann als „gereifte Persönlichkeit“ betrachtet werden.

Die eigene Persönlichkeit weiter zu entwicklen ist praktisch in jedem Alter möglich und auch sinnvoll. In jeder Phase unseres Lebens können wir uns neue Ziele setzen  oder Herausforderungen annehmen. Wir können eine neue Sprache lernen, mit dem Segelboot die Welt umrunden, oder wir stellen uns der vielleicht größten Aufgabe überhaupt:  Für uns selbst und unsere Mitmenschen Verständnis zu entwickeln.

Denn wenn wir einmal ehrlich zu uns selbst sind, erkennen wir, dass uns dies im Alltag nicht immer leicht fällt. Unsere zwischenmenschlichen Beziehungen verwickeln uns in Konflikte, das ist scheint normal.

Und je mehr wir uns verteidigen, desto mehr verheddern wir uns darin.  So wird unsere Ent-wicklung immer wieder zu einem Prozess, in dem wir  längst Vergessenes wiederentdecken.

Krisen als Chancen nutzen

Es ist kein Geheimnis, dass hinter unseren ärgsten Schwierigkeiten im Leben auch enorme ungenutzte Potentiale liegen. Was auch immer unsere Sorgen sind, wir fühlen es nicht nur in unserem Inneren. Unsere Konflikte manifestieren sich auch in unserem Leben „da draußen“ und so ist jedes Ereignis und jede Person, die uns begegnet, ein Wegweiser.

Wenn wir diese Zeichen richtig deuten, können wir uns mit der Vergangenheit und anderen Menschen versöhnen. Ignorieren wir diese Hinweise, wird sich unser Leben kaum zum Besseren wenden.

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