Vom gestressten Küchenchef zum Life Coach und Familienmensch

Hallo! Mein Name ist Lothar Miethe, Ich bin tief davon überzeugt, dass in jedem von uns ein unglaubliches Potential von Liebe, Kraft und Kreativität steckt, das nur geweckt werden will. Ich liebe das Familienleben, gute Gespräche mit aufgeweckten Menschen und die Natur.

Das war allerdinLife Coach Koch Lothar Miethegs nicht immer so. Als junger Küchenchef voller Leidenschaft liebte ich meinen Job. Ich war kreativ, voller Tatendrang und ging völlig in darin auf.  Gleichzeitig brachte mich der hitzige  Betrieb in dieser engen Küche auch immer wieder an meine Grenzen. Die endlosen Reihen der Bestellbons, Extrawünsche, Reklamationen und ungeduldige Gäste brachten mich immer wieder ins Schwimmen. Nach der Schicht ging es ab auf die Piste, ins Nachtleben. Denn Freizeit hieß für mich: Party bis zum Morgengrauen, ausschlafen und am Nachmittag zurück in die Küche.

Ich liebte dieses Leben und war für alles zu haben, was mir einen neuen Kick geben würde. Dabei ahnte ich nicht, dass eine ernste Krise auf mich zu rollte.

Lebenskrise und Wendepunkt

Mein ungesunder Lebensstil blieb nicht ohne Folgen. Mit nur 25 Jahren war ich ausgebrannt und krank. Ich musste als etwas tun und beschloss: „Jetzt werde ich mein Leben ändern!“  Ich besorgte mir Bücher zu den unterschiedlichsten Philosophien und Therapien und studierte auf eigene Faust das Phänomen Mensch. Das war alles sehr interessant, aber zu oft fehlten mir die Perspektiven dieser Wissensgebiete. In erster Linie wollte ich das Leben an sich verstehen: Wie funktioniert der Mensch wirklich? Wie tickt er? Was prägt ihn? Und vor allem: Wie kann ich mir selbst helfen, mit Stress und Leid klar zu kommen? Die Bücher von Thorwald Detlefsen, „Schicksal als Chance“ und „Krankheit als Weg“ brachten mich schon weiter. Ich erkannte langsam mehr Zusammenhänge zwischen meiner inneren und äußeren Welt.

Ich kam der Sache auf die Spur, aber eine richtige Lösung war nicht in Sicht. Transzendentale Meditation half mir machmal, sie tat mir meistens gut, aber manchmal auch nicht, und bald sah ich darin keinen Wachstums- oder Lernprozess mehr.

Meine ersten Erfahrungen mit Doro Richter

Eines Tages lernte ich die Köchin eines Cafés kennen und wir freundeten uns an. Verabreden wollte sie sich nicht mit mir, weil sie „studieren“ musste. Nachdem ich diesen Einwand immer wieder gehört hatte, bohrte ich nach.

Ich erfuhr, dass es bei Doro Richter in Frankfurt-Sachsenhausen Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung nach Bill Robertson gab. Jeder arbeitete eigenverantwortlich an seinem Weg, teil mit und teils ohne Coach. Feste Zeiten oder Verpflichtungen gab es nicht. Für mich als freiheitsliebenden Menschen klang das perfekt. Also entschloss ich mich bald dazu, den Weg ebenfalls auszuprobieren, auch wenn ich noch etwas vorsichtig war. Falls es sich bei der Gruppe von Doro Richter um einen sektenartigen Verein handeln sollte, käme ich da auch wieder raus, das war meine feste Überzeugung. Mein erster Kurs war ein Kommunikationskurs –  für mich der Wendepunkt. Noch nie zuvor hat mich jemand so gefordert wie mein Coach Raimund. Ich glaube, ich habe noch nie so viel gelacht wie in diesen Wochen. Die Stunden hatten für mich einen enorm therapeutischen Effekt.

Weiter ging es mit dem Persönlichkeitstraining „Prozessing“. Dabei handelt es sich  nicht nur um eine Methode, sondern um ein System von Methoden, das eigene Leben und die Vergangenheit zu reflektieren. Ein Programm zur Lebensreparatur wurde erstellt. Mit den Sitzungen habe ich viele alte Themen meiner Kindheit aufgearbeitet und kam ziemlich gut voran. Ich habe meine Fähigkeiten trainiert und bekam mein Leben  Stück für Stück besser in den Griff. Dazu gehörte auch, mich von Drogen und Alkohol zu lösen, wie von Menschen, die mir nicht gut tun.

Meine Ausbildung

Einige Jahre später habe ich mich dazu entschlossen, selbst eine Ausbildung zum Trainer zu absolvieren, was in heutigen Begriffen in etwa dem Life Coach entspricht.

Mein Leben heute

Ich bin als Mensch und fühlendes Wesen sehr weit gekommen – bei meinem wahren Ich. Meine Frau Inessa steht zu mir und geht den Weg mit mir gemeinsam, ganz gleich, wie stürmisch unser Leben auch wird. Besonders glücklich bin ich darüber, dass ich mittlerweile anderen Menschen effektiv weiter helfen kann. Schon längst ist dieses Prozessing keine Therapie mehr. Sie ist viel mehr. Sie ist Teil einer positiven Psychologie und sie  gehört für mich zu einer dynamischen Lebensweise im Einklang mit anderen Menschen und der Welt. Nie wieder wird mich eine Krise aus der Bahn werfen. Denn Konflikte und Stress ist keine Bedrohung mehr für mich, sie spornen mich an, daran zu wachsen. Einige meiner wichtigsten Arbeitsgrundlagen habe ich in Büchern oder Blogartikeln veröffentlicht.

Engagement

Außerdem bin ich der Organisator für das Eye Contact Experiment Frankfurt. Wir bringen fremde Menschen an öffentlichen Plätzen miteinander in Kontakt und setzen so ein Zeichen für mehr Menschlichkeit in der Gesellschaft.

Danke

Ich danke allen, die auch in meinen schlimmsten Krisen immer zu mir gehalten haben. Ohne die tatkräftige Unterstützung meiner Freunde und Ausbilder wäre ich heute ganz sicher nicht, wo ich jetzt bin.