So erkennen Sie toxische Arbeitskollegen können das leben schwer machen. So bekommen Sie si in den Griff

Dass man mit toxischen Personen nicht leicht auskommen kann, haben wir schon selbst erfahren. Mobbing, unfaire Behandlung bis hin zu Verhalten, dass wir als strafwürdig empfinden. Während unsere Bemühungen, den Arbeitsablauf am Laufen zu halten, arbeiten toxische Arbeitskollegen in die entgegengesetzte Richtung und niemand scheint das zu bemerken. Wer davon betroffen ist, fühlt sich mitunter wie im falschen Film. Sie haben Überstunden gemacht und Ihre Ehe riskiert und plötzlich stehen Sie im Fokus der Kritik. Es ist wirklich zum verrückt werden und natürlich kommen Fragen auf: Aber warum passiert mir dies immer wieder? Warum muss ich immer wieder an solche Leute geraten? Womit habe ich das verdient?

Arbeitskollegen, die wirklich niemand braucht

Er spricht ständig über angebliche Fehler anderer

Dieser spezielle Typus liebt es, andere bloß zu stellen. Er zieht über seine Kollegen her und stellt sie als inkompetente Versager dar. Dabei kann er durchaus überzeugend oder sogar unterhaltsam sein.

Er boykottiert Ihre Arbeit durch Nichtstun

Ihr Kollege weiß genau, dass Sie auf einen bestimmten Bericht oder Antwort warten, aber diese Person Sie einfach warten und warten. Sie oder er wirkt dabei ungeheuer beschäftigt und ist ständig gestresst, aber Ihre Angelegenheit landet immer wieder ganz unten im Stapel. Die ärgerlichen Folgen davon haben natürlich Sie selbst auszubaden, denn Ihr Kollege weiß plötzlich nichts mehr davon und so müssen Sie ganz allein für die Misere gerade stehen.

Er macht aus jeder Kleinigkeit ein Problem

Sich klar und verständlich auszudrücken, ist keine hohe Kunst. Wenn Kopierpapier fehlt, sollte dies einfach mitgeteilt werden. Diese speziellen Kollegen aber besitzen das Talent, ein Problem daraus zu machen, indem er seinem Frust freien Lauf lässt: „Wer hat denn schon wieder das ganze Papier leer gemacht? Immer bin ich der Blöde, der nachfüllen muss.“ Und sofort ist wieder mal dicke Luft, denn verallgemeinerte Vorwürfe sind bestens dazu geeignet, das Klima im Büro zu vergiften.

Er ist ein Einzelkämpfer

Toxische Kollegen sind nicht bereit, anderen Teammitgliedern effektiv zu helfen und sie wollen auch keine Hilfe anzunehmen. Den Versuch, es dennoch zu versuchen, werden Sie höchstwahrscheinlich bereuen. Denn wenn Ihr Versuch zur Kooperation misslingt, was nahezu sicher ist, wird dieser Fehlschlag mit Sicherheit auf Ihr Konto gehen.

Er hat kein Verantwortungsbewusstsein

Wir lernen aus Fehlern. Wenn wir einmal auf die Nase fallen, versuchen wir, unser Verhalten zu ändern, damit dies nicht wieder geschieht. Eine toxische Persönlichkeit allerdings tickt anders. Stellt man sie zur Rede, weil ihr ein Fehler passiert ist, wird sie sich entweder schmollend ins Schneckenhaus zurückziehen, oder sie werden Sie mit einem gigantischen Schwall von Worten mundtot machen. Auf jeden Fall überzeugen sie alle Beteiligten, dass sie keinerlei Verantwortung trägt.

Er ist unfähig zu konstruktiven Handlungen

Es gibt Personen, die absolut vielseitig begabt sind. diese genialen Menschen hat man gern um sich, denn sie wissen sich immer zu helfen. Sie haben quasi „goldene Hände“, denn was sie anpacken, gelingt auf fast magische Weise. Die toxische Persönlichkeit gehört definitiv nicht dazu – seine Beiträge sind ziemlich dürftig. Denn in ihrer Nähe passieren auf unerklärliche Weise fatale Fehler. Briefe gehen verloren, Geräte funktionieren nicht mehr und ständig gibt es -selbstverständlich „ohne dass er etwas dafür kann“ – Ärger und Probleme.

Toxische Kollegen machen uns das Leben schwer

Es reichen schon wenige dieser Eigenschaften, um den Ablauf in Ihrem Betrieb maßgeblich zu behindern. Während Sie und Ihr Team alles geben, die Maschinerie auf Laufen zu halten, werden diese Menschen Sand ins Getriebe streuen und behaupten, dass dies so sein muss. Wenn Sie sich nun nicht in der Position befinden, diesen Mitarbeiter abzumahnen oder zu entlassen, werden Sie sich wohl oder übel mit der Situation arrangieren oder selbst einen anderen Arbeitsplatz suchen müssen. Die Ausgangslage ist also eher ungünstig, um es euphemistisch auszudrücken. Was haben wir nicht schon alles versucht! Aber bei jedem verzweifelten Versuch, sich aus diesem Morast zu befreien, sinken wir immer tiefer ein. So wird der x-te Versuch, dem mürrischen Kollegen endlich mal zu vermitteln, dass es so nicht weiter geht, genauso scheitern wieder der erste. Und wir kommen zu der bitteren Erkenntnis, dass es aussichtslos ist. Gegen derart viel Sturheit und Unvernunft kommen wir nicht an. Wenn der wohl einfachste Weg, nämlich den Arbeitsplatz zu wechseln, nicht in Frage kommt, müssen Sie sich wohl der Herausforderung stellen.
Denn es gibt Mittel und Wege, einen Teil dieses Sumpfes begehbar zu machen oder wenigstens einen Pfad zu schaffen, über den man halbwegs wieder sauber raus kommt.

So bekommen Sie einen toxischen Kollegen in den Griff

Es ist Ihnen wahrscheinlich schon längst klar: Sie werden weder Ihren Chef, noch Ihren Kollegen so umerziehen, dass er oder sie Ihnen keine Probleme mehr bereitet. So lange diese Person Einfluss auf Ihre Arbeit hat, werden Sie nicht ungestört arbeiten können. Dennoch lässt sich Ihre Lage wesentlich entlasten. Finden Sie also besser Methoden und Wege, damit Ihre Arbeitsprozesse leichter und mit weniger Störungen verlaufen.

1. Stressmanagement

Bevor Sie aktiv werden, sollten Sie zuerst einmal um sich selbst kümmern. Der Stress, der sich in Ihnen aufgestaut hat, braucht ein Ventil und einen Ausgleich. Machen Sie lange Spaziergänge, um abzuschalten und lassen Sie es sich gut gehen. Suchen Sie eine Person, die ein guter Zuhörer ist und sprechen Sie sich aus. Wenn sich in Ihrem Bekanntenkreis niemanden findet, der Zeit für Sie hat, suchen Sie sich einen Life Coach oder psychologischen Berater, der Ihnen zuhören mag.

2. Distanz

Arbeitskollegen mit toxischen Verhaltensweisen sind ein erheblicher Stressfaktor. Versuchen Sie darum, etwas räumlichen Abstand zu gewinnen. Vielleicht ist es möglich, dass Sie in einem anderen Büro arbeiten, oder wenigstens nicht mehr Schreibtischnachbarn sind. Ist dies nicht möglich, sollten Sie den nächsten Tipp versuchen.

3. Gutes Essen – schönes Wetter

Wenn Sie mit einem toxischen Kollegen kooperieren wollen oder müssen, braucht es etwas diplomatische Vorarbeit. Ganz besonders, wenn die Stimmung zwischen Ihnen schon aufgeladen ist, ist es absolut notwendig, dass Sie Ihre Kommunikation auf clevere Art und Weise führen. Bei dieser Strategie vermeiden Sie konsequent alle Themen, die die Stimmung aufheizen könnten. Sie ignorieren ganz bewusst die negative Stimmung am Arbeitsplatz und setzen damit einen positiven Impuls. Damit Sie auch bestimmt auf der sicheren Seite sind, bleiben Sie bitte bei unverfänglichen Themen wie dem Wetter oder dem Speiseplan der Kantine. Damit bereiten Sie sich auf den nächsten Schritt vor.

4. Unabhängigkeit

Machen Sie sich von der toxischen Person so unabhängig wie möglich. Sorgen Sie dafür, dass Sie so wenig wie möglichst der Kontrolle dieser Person ausgesetzt sind und lassen Sie sich auf keinen Fall zu . So schaffen Sie Distanz und erhalten mehr Handlungsfreiheit.

5. Klare Vereinbarungen

Es gibt keine Alternative zu genauen Regeln, die das Zusammenleben oder Arbeiten regeln. Ganz besonders gilt dies bei der Zusammenarbeit mit toxischen Kollegen. Eliminieren Sie alle Fehlerquellen und erinnern am besten noch einmal dran: „Bleibt es dabei, dass Du am 12.Dezember für mich nach Duisburg fährst?“. Setzen Sie Deadlines und kommunizieren Sie, soweit möglich, schriftlich. Andernfalls machen Sie sich von allen Terminen und Vereinbarungen Notizen. So können Sie, wenn nötig, gegenüber Ihren Vorgesetzten nachweisen, dass Sie alles getan haben, was möglich war. Schreiben Sie Ihren Kollegen an und erinnern Sie ihn an Termine: „Bitte schicke mir bis zum Wochenende die Rechnung für Fa. Huber. Geht das in Ordnung?“

6. Konfrontation

Wenn alle diplomatischen und organisatorischen Maßnahmen nicht zum Ziel führen, sollte der toxische Kollege mit seinen Fehlleistungen konfrontiert werden. Hierfür sind Ihre Aufzeichnungen nützlich, die Sie bei Schritt 4 gemacht haben. Bitten Sie dabei Ihren Vorgesetzen um Unterstützung.

Haben Sie alle Möglichkeiten ausgenutzt und Sie entscheiden sich doch für einen Jobwechsel? Sie haben vielleicht eine Arbeitsstelle verloren, aber eine wichtige Erfahrung dazu gewonnen, die Ihnen beim nächsten Job mit Sicherheit nützlich sein wird. Denn mit diesen Tools werden Sie es beim nächsten Mal wesentlich einfacher haben.

Toxische Persönlichkeit

 

Das Thema Persönlichkeitsentwicklung begleitet mich schon seit meinem 18. Lebensjahr. Ich wollte unbedingt mehr über darüber zu erfahren, was den Menschen antreibt und was ihn davon abhält, glücklich und erfolgreich zu sein. Darum habe ich mich auf die Suche begeben und viele wissenschaftliche und esoterische Methoden untersucht. Vieles war logisch und sinnvoll, aber es gab keine praktische Ableitung zur Umsetzung. Andere Methoden bestanden in praktischen Übungen, sie hatten aber keine solide theoretische Basis. Durch einen Zufall wurde ich endlich fündig. Ich entdeckte ich eine Gruppe in Frankfurt-Sachsenhausen, die in einer Mietwohnung Kurs zur Persönlichkeitsentwicklung gab. Das Angebot war vielfältig und spannend. Ich entschied mich für einen Kommunikationskurs und das war für mich der Durchbruch. Weitere Kurse folgten und bald wurde ich selbst zum Trainer ausgebildet. Nun arbeite ich schon seit 1994 aktiv als Trainer für Kommunikation und Life Coach.